MUR - Medien und Recht Verlag München
Buch Details
 
Surfen-Buch

Surfen am Arbeitsplatz

Rechtsfolgen privater Telefon- und Internet-Nutzung

Silvia Bader/Jürgen Seul

Über 90 % aller vernetzten Arbeitnehmer surfen und mailen am Arbeitsplatz auch zu privaten Zwecken. Die Arbeitgeber sind vielfach verunsichert, wie sie die Privatnutzung durch ihre Arbeitnehmer effektiv in Grenzen halten und kontrollieren können. Die Autoren Silvia Bader und Jürgen Seul analysieren die Problematik der privaten Internetnutzung durch die Arbeitnehmer unter allen relevanten arbeits- und datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten und zeigen - soweit möglich - Lösungsansätze auf. Mit Mustertexten und der umfangreichen Rechtsprechung zu Kündigungsfällen wegen missbräuchlicher Internetnutzung.  

Buch Informationen

Reihe: Band 2 der Reihe Medienrecht & Medienwissenschaft
Seiten: 288
Preis: 26,–,- EUR[D]; 26,70,- EUR[A];
ISBN: 978-3-939438-08-3
Erscheinungstermin: 22. September 2009
Erscheinungsort: München
jetzt bestellen Bestellung erfolgt per E-Mail

Wünschen Sie eine Bestellung per Fax oder Post verwenden Sie bitte dieses Bestellformular (PDF)
Fax: (089) 543 566 59
 

Inhalt

Die (fallweise) Benutzung des Internetanschlusses am Arbeitsplatz-PC für private Zwecke gehört zwar schon zur „Normalität" in der heutigen Arbeitswelt - nach Untersuchungen mailen und surfen über 90 % aller Arbeitnehmer am Arbeitsplatz auch zu privaten Zwecken -, dennoch sind viele der damit zusammenhängenden rechtlichen Fragen, insbesondere nach den Voraussetzungen erlaubter Nutzung und den Grenzen der Überwachung der Mitarbeiter nach wie vor unklar.

Silvia Bader und Jürgen Seul zeigen in dem Werk „Surfen am Arbeitsplatz" die rechtliche Problematik der privaten Internetnutzung durch die Arbeitnehmer unter allen relevanten arbeits- und persönlichkeitsrechtlichen Gesichtspunkten auf und verarbeiten die dazu ergangene Rechtsprechung der Arbeitsgerichte.

Es ist schon vielfach unklar, ob im Unternehmen die für die Privatnutzung des Internet an sich erforderliche Erlaubnis erteilt wurde - sofern nicht eine explizite Regelung durch Betriebsvereinbarung getroffen wurde. Die Entscheidung über die Erlaubnis und den Umfang der Privatnutzung liegt grundsätzlich beim Arbeitgeber, der allerdings in der Ausgestaltung der Nutzungsbedingungen die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates zu beachten hat.

Das Fehlen einer Regelung zur privaten Internetnutzung hat zur Folge, dass diese an sich verboten ist und sich der Arbeitnehmer, wenn er dennoch privat surft und mailt, einer arbeitsvertraglichen Pflichtverletzung schuldig macht. Aber auch wenn eine ausdrückliche Regelung in Form etwa einer „Internet Policy" bzw. Betriebsvereinbarung besteht, ist oft unklar, wo die Grenzen einer angemessenen Privatnutzung liegen. Die Autoren des Buches arbeiten hierzu die Gesichtspunkte, die in Arbeitsgerichtsfällen als exzessive Nutzung betrachtet werden und eine Kündigung rechtfertigen, an Hand der instanzgerichtlichen Urteile und der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts heraus.

Die Frage, ob die private Internutzung am Arbeitsplatz erlaubt ist oder nicht, spielt auch bei der Abgrenzung der Möglichkeiten der Überwachung des betrieblichen Surfverhaltens eine Rolle. Auch bei verbotener Privatnutzung dürfen lediglich Stichproben des Surfverhaltens durchgeführt werden. Bei erlaubter Privatnutzung ist der Arbeitgeber im Hinblick auf das Fernmeldegeheimnis gefordert, Regelungen zu treffen, die im Verdachtsfall exzessiver Nutzung eine Kontrolle des Surfverhaltens ermöglichen, ohne dass damit die Persönlichkeits- und Datenschutzrechte des Arbeitnehmers verletzt werden.

Abgerundet wird das Werk durch Muster für eine einzelvertragliche Klausel sowie eine Betriebsvereinbarung zum Surfen am Arbeitsplatz, eine Checkliste mit den wichtigsten Ergebnissen der Arbeit und eine Sammlung der einschlägigen Gesetzesbestimmungen.

Inhalt:
- Zur Rechtslage des privaten Telefonierens am Arbeitsplatz
- Das Internet als betriebliches Telekommunikationsmittel
- Fehlen einer ausdrücklichen Regelung: Duldung oder Verbot einer Privatnutzung?
- Gestattung einer Privatnutzung
- Rücknahme einer erteilten Erlaubnis
- Missbrauchsfälle
- Ersatzansprüche des Arbeitgebers
- Die Position des Betriebsrats
- Grenzen der Mitarbeiterüberwachung
- Steuerrechtliche Aspekte
- Gesamtergebnis
- Checkliste: Stichworte zum Surfen am Arbeitsplatz
- Anhang mit Stichwortverzeichnis.

 

Autor

Silvia Bader Silvia Bader ist Diplom-Wirtschaftsjuristin (FH) mit dem Schwerpunkt auf Arbeits- und Personalrecht. Mehrjährige Tätigkeit als Redakteurin im Verlagswesen, seit 2008 Projektmanagerin Business Development in einem Zertifizierungsunternehmen.
 

Autor

Jürgen Seul Jürgen Seul war nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Literaturwissenschaften an der Universität Bonn zunächst als selbstständiger Rechtsanwalt tätig, anschließend in Fachverlagen als Lektor und Projektmanager. Er wirkt nunmehr als freiberuflicher Publizist. Veröffentlichungen u. a. zum Architektenrecht, Anwaltsrecht sowie zahlreiche rechtshistorische Publikationen.
 

Downloads

Download Inhaltsverzeichnis: Download - inhalt_surfen.pdf - 49 kB

Download Leseprobe 1 (77-88): Download - leseprobe_surfen77-88.pdf - 73 kB

Download Leseprobe 2 (Checkliste): Download - leseprobe_surfen_checklist.pdf - 53 kB

 
M&R Verlag
Schellingstr. 113, 80798 München
Tel. (089) 543 566 31
Fax. (089) 543 566 59
 
Suche: